Literaturkarte

Aktuell

Die Literaturkarte der UNESCO City of Literature Heidelberg, die im September 2023 online ging, ist das Pilotprojekt der Digitalen Literaturkarte Baden-Württemberg. Sie entstand als Kooperation zwischen dem Heidelberger Kulturamt und der im Deutschen Literaturarchiv Marbach angesiedelten Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg, die das Gesamtprojekt konzipiert hat und es redaktionell betreut.

Innovativ

Die Digitale Literaturkarte Baden-Württemberg macht die gesellschaftliche Bedeutung der Kulturtechnik Literatur und ihrer Geschichte in einem zukunftsweisenden Medium auf neue Weise sichtbar. Diese multimedial angelegte Karte führt sämtliche literarische Spuren im deutschen Südwesten im Internet zusammen: Lebensstationen von Autorinnen und Autoren, Entstehungsorte literarischer Werke, Schauplätze der Literatur sowie Orte oder Plätze, die Personen und Werke in unserer Lebenswelt präsent halten, also Literaturmuseen, Denkmäler, Gedenktafeln, Schul- und Straßennamen. Aber auch der pulsierende Literaturbetrieb, insofern dieser Ortsbezug hat, wird mit seinen Geodaten erfasst: belletristische Verlage, Literaturhäuser, -preise und -festivals. Nach all dem kann gezielt gefiltert werden – zusätzlich aber auch nach jederzeit erweiterbaren Themen wie Internationale und interkulturelle Einflüsse und Begegnungen oder Spuren jüdischer Kultur. Dadurch werden im öffentlichen Raum oftmals nicht oder unzureichend sichtbare Aspekte von Literatur und Kultur erfahrbar und für eine zunehmend diverse, multikulturelle und multiethnische Gesellschaft anschlussfähig.

Partizipativ

Die Digitale Literaturkarte ist ausdrücklich auf kulturelle Teilhabe angelegt. Das heißt, dass ihre sukzessive Vervollständigung vorrangig durch Initiativen vor Ort erfolgen soll, angesiedelt etwa in Landrats- und Kulturämtern, Universitäten und Volkshochschulen, bei literarischen und historischen Vereinen, regionalen Initiativen o.Ä. Darüber hinaus sind Kooperationen z.B. mit Schulen angedacht, die in Projektarbeiten etwa zu Dichterjubiläen die Karte zum einen als Lern- und Informationsmedium nutzen können, sie zum anderen aber auch mitgestalten und erweitern.
Dadurch wird nicht nur eine niedrigschwellige Möglichkeit der kulturellen Teilhabe geschaffen, sondern das literarische und historische Gedächtnis auch für kommende Generationen erhalten oder überhaupt erst konstituiert. Weitere konkrete Anwendungsbereiche sind die Felder der Kulturpolitik, des Tourismus und der Wissenschaft. So können Städte und Gemeinden mit vorprogrammierten Kartenausschnitten auf ihren Webseiten mit dem literarischen Erbe ihrer Stadt oder Region werben, auf Veranstaltungen oder Jubiläen hinweisen, touristische Routen einpflegen oder erstellen; und für die Wissenschaft bietet die Karte ein Instrument für jedes raumbezogene Forschungs- oder Erkenntnisinteresse.
In den kommenden Monaten werden weitere Bereiche der Karte freigeschaltet und deren Funktionalität erhöht. Wenn Sie selbst mitarbeiten möchten, schreiben Sie uns gern eine kurze Nachricht an: alim@dla-marbach.de (Betreff: Mitarbeit Literaturkarte).

Impressum der Literaturkarte



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