Literaturland Baden-Württemberg

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Nürtingen

Hölderlin und Nürtingen - Ständige Ausstellung im Stadtmuseum

Stadtmuseum Nürtingen mit literarischer Abteilung Hölderlin

Die literarische Abteilung im Stadtmuseum "Hölderlin und Nürtingen" zeigt Familiendokumente, Auszüge aus der Pflegschaftsakte und literarische Zeugnisse.
Für Friedrich Hölderlin war Nürtingen Heimatstadt und "Mutterstadt". Als vierjähriger Knabe hatte er mit seiner Familie Nürtingens "Schweizerhof" bezogen, das heutige Hölderlinhaus; sein Stiefvater betrieb darin eine Weinhandlung. Die Mutter, Johanna Hölderlin-Gock, lebte bis zu ihrem Tod 1828 in Nürtingen. Hier besuchte er die Lateinschule und wanderte mit seinem Halbbruder Carl zum "Winkel von Hardt", dem Ulrichstein. Viele Gedichte schrieb oder vollendete er in Nürtingen. Die kleine Notiz "In lieblicher Bläue" beschreibt das "metallene(n) Dach(e)" der Nürtinger Stadtkirche St. Laurentius, in der er auch konfirmiert wurde.
Nicht nur durch familiäre Bindungen blieb Hölderlin der Heimatstadt lebenslang verbunden. Von 1828 bis zu seinem Tod 1843 war Hölderlin der "Pflegsohn" der Stadt Nürtingen. Die Lebensumstände des in geistiger Verwirrung in Tübingen lebenden Dichters sind in der in Nürtingen erhaltenen sog. "Pflegschaftsakte Hölderlin" eindrucksvoll dokumentiert.



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