Literaturland Baden-Württemberg

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Meersburg

Droste-Museum im Fürstenhäusle

"Die zweite Hälfte meiner Heimat“ nannte die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) aus Westfalen die kleine Stadt Meersburg am Bodensee. Auf Einladung ihrer Schwester Jenny, kam sie 1835 zum ersten Mal zu Besuch und wohnte im Alten Schloss, das ihrem Schwager Joseph von Laßberg gehörte.
Bei ihrem zweiten Meersburger Aufenthalt 1843/44 ersteigerte die Droste das "Fürstenhäusle". Den Preis für das Anwesen samt dazugehörenden Weinbergen hoch über Meersburg, 700 Gulden, bezahlte sie vom Honorar der Gesamtausgabe ihrer Gedichte. Das kleine Rebhaus hatte seinen Namen von den langjährigen Besitzern, den Fürstbischöfen von Konstanz, die das Neue Schloss erbaut hatten.
Das Fürstenhäusle hatte fünf Zimmer: im Erdgeschoss das Paradezimmer und eine kleine Küche. Von dort führte eine Wendeltreppe und eine Falltür ins obere Stockwerk, die "Dachshöhle". Hier befanden sich neben dem Eingangsbereich, ein Wohn- und Arbeitszimmer und ein sehr kleines Schlafzimmer.
Das Fürstenhäusle ist nahezu unverändert erhalten geblieben und beherbergt eine Droste-Gedenkstätte. Die Museumsräume sind liebevoll mit Originalmöbeln der Dichterin eingerichtet und mit kostbaren persönlichen Dingen wie Schmuck, Porzellan, Graphiken und Gemälden ausgestattet.