Literaturland Baden-Württemberg

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Lörrach

Dreiländermuseum Lörrach

Dreiländermuseum Lörrach

Im Mai 1783 trat der Dichter Johann Peter Hebel seine Lehrerstelle als sogenannter Präzeptoratsvikar am Pädagogium in Lörrach an. In diesem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert befindet sich heute das Dreiländermuseum. Nach Hebels eigenen Worten waren es die schönsten Jahre seines Lebens. Hebel unterrichtete Latein, Griechisch, Geschichte, Geometrie, Deutsch, Erdkunde und Religion. Er wohnte vermutlich im Südzimmer im ersten Obergeschoss. Nachdem Hebel am 2. November 1791 zum Subdiakon ans Gymnasium illustre nach Karlsruhe berufen wurde, verließ er Lörrach. Seine Abschiedspredigt hielt er in der benachbarten Stadtkirche. Heute erinnert eine Gedenktafel am Museum an Hebels Lörracher Zeit.

In der ständigen Dreiländerausstellung ist Johann Peter Hebel eine eigene Abteilung gewidmet. Permanent zu sehen sind dort persönliche Gegenstände wie sein Lehnstuhl, seine Brieftasche oder handschriftliche Aufzeichnungen. Im Mittelpunkt steht jedoch die Bedeutung von Hebels Werk für die Menschen in der Regio, das heißt im südlichen Baden, in der Nordwestschweiz und im südlichen Elsass. Dies belegen der Entwurf des Hebeldenkmals von Lörrach, die Beispiele für Hebelpreis, Hebelgedenkplakette oder Hebeldank ebenso wie die historische Wochenschau zum großen Lörracher Hebeltag von 1947, als erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder zehntausende Schweizer ins Wiesental kommen konnten.
In der benachbarten Abteilung Sprache können die Besucher in spielerischer Weise erfahren, wie aus der gemeinsamen Dialektlandschaft der Regio zur Zeit Hebels die heutigen Umgangssprachen entstanden.

Insgesamt stellt die Dreiländerausstellung Geschichte und Gegenwart der Drei-Länder-Region zwischen Schwarzwald, Vogesen und Schweizer Jura auf 1000 qm dar. 60 Hörspiele und viele Spiel-Stationen garantieren einen hohen Erlebniswert. Alle wesentlichen Erläuterungen sind auf deutsch und französisch.

Zu den Schwerpunkten in der Museumsbibliothek zählen ca. 1000 Bände an Primär- und Sekundärliteratur zu Johann Peter Hebel. Sie kann auf Voranfrage eingesehen werden.



Nächste Veranstaltung:

26.03.2017, 17:00 Uhr:
„Über das Morgen im Heute“. Auf den Spuren von Johann Peter Hebel im Werk von Ernst Bloch von Prof. Dr. Francesca Vidal

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