Literaturland Baden-Württemberg

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Emmendingen

Deutsches Tagebucharchiv e.V.

Das Deutsche Tagebucharchiv e.V. (DTA) hat seinen Sitz im alten Emmendinger Rathaus

Das Deutsche Tagebucharchiv e.V. (DTA) sammelt seit 1998 im Alten Rathaus von Emmendingen privates Schriftgut. Vorsitzende des Vereins ist seit dem Jahr 2016 Marlene Kayen. Schirmherr ist der Oberbürgermeister der Stadt Emmendingen, Stefan Schlatterer.
Das Konzept des DTA sieht nicht die Sammlung von Dokumenten bedeutender Persönlichkeiten vor, sondern die Bewahrung der Alltagsgeschichte von Privatpersonen. Autobiographische Zeugnisse sind wichtige Quellen für die Geschichts- und Kulturforschung aus dem Blickpunkt der Menschen. Historische Ereignisse und Zeitläufe werden durch diese Dokumente konkret nachvollziehbar.

Das DTA versteht sich als Sammelstelle von Zeitzeugnissen für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Über 17.000 Tagebücher, Erinnerungen und Briefwechsel von rund 3.700 Autoren wurden bisher zusammengetragen. Sie stammen aus der Zeit Mitte des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Einen großen Sammelschwerpunkt bilden dabei Archivalien aus Baden-Württemberg.
Alle Interessierten, die unveröffentlichte Dokumente abgeben möchten, sind willkommen. Im DTA werden die Dokumente gelesen, inhaltlich erschlossen und für Recherchen (Wissenschaftler, Studenten, Journalisten usw.) zugänglich gemacht. Dabei spielt die DTA-eigene Datenbank eine wichtige Rolle. Nutzer sollten per Mail oder telefonisch einen Termin vereinbaren.
Neuerdings steht auf der DTA-Homepage ein Online-Katalog zur Verfügung, der einen ersten (anonymisierten) Einblick in den Dokumentenbestand ermöglicht.
In regelmäßigen Lesungen werden Auszüge aus den gesammelten Texten einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

MUSEUM IM DEUTSCHEN TAGEBUCHARCHIV
Seit Ende 2014 können interessante bzw. sehenswerte Tagebücher aus dem DTA-Bestand in wechselnden Ausstellungen präsentiert werden: Das Deutsche Tagebucharchiv verfügt seither im ersten Obergeschoss des Alten Rathauses über ein eigenes Museum.
Die zweite Ausstellung "INNENANSICHTEN - 200 Jahre Familie in Tagebüchern und Briefen" ist bis Frühjahr 2017 zu sehen.

Rund 80 ehrenamtliche MitarbeiterInnen stellen dem DTA ihre Berufs- und Lebenserfahrung in vielfältigen Arbeitsbereichen zur Verfügung.
Während der Öffnungszeiten sind DTA-Geschäftsstellenleiter Gerhard Seitz sowie die wissenschaftliche Mitarbeiterin Jutta Jäger-Schenk Ansprechpersonen für jegliche Anfragen.

Ein Wissenschaftlicher Beirat berät den Vorstand bei Projekten sowie bei wissenschaftlichen Fragen zur Auswertung der archivierten Dokumente. Die Mitglieder des Beirats sind Professoren der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg sowie externe Experten auf dem Gebiet der Tagebuchforschung.

Als gemeinnütziger Verein ist das DTA von öffentlichen Geldern, Spenden und Mitgliedsbeiträgen abhängig. Dauerhafte finanzielle Unterstützung erhält das DTA bislang von der Stadt Emmendingen, dem Land Baden-Württemberg und der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau. Jedes neue Mitglied und jede Spende sind willkommen.

Die Stiftung Deutsches Tagebucharchiv wurde am 9. November 2012 mit dem Ziel gegründet, einen Beitrag zur nachhaltigen Sicherung des Deutschen Tagebucharchivs zu leisten.



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